GELÄNDER AUF DEM FLACHDACH: SICHERUNG NACH DIN EN 13374
Auf Flachdächern zählt die Absturzkante zu den größten Gefahrenquellen. Schon eine kurze Wartung kann Euer Team dicht an die Dachkante führen. Ein Geländer für das Flachdach sichert alle Personen auf der Dachfläche gleichzeitig und gehört deshalb als zuverlässige Flachdachsicherung zu den ersten Punkten jeder Baustellenplanung.
Mit dem MJ Flachdachgeländer bekommt Ihr bei GERÜSTPARK eine DEKRA geprüfte Sicherung, die allein durch Auflast steht und komplett ohne Eingriff in die Dachabdichtung auskommt. Wir beraten Euch gerne zu Systemumfang, Ballastierung und Zubehör und stellen Euch ein passendes Angebot zusammen.

Temporärer Seitenschutz der Klasse A
Als temporäres Seitenschutzsystem ist das MJ Flachdachgeländer für die kollektive Sicherung von Personen gegen Absturz ausgelegt. Entwickelt hat es der gleichnamige Gerüsthersteller aus Plettenberg, dessen bewährte MJ Gerüste Ihr ebenfalls in unserem Sortiment findet. Wie alle Systeme der Klasse A ist der Seitenschutz für ebene Untergründe mit einer maximalen Neigung von 5° vorgesehen und deckt als Schutzgeländer für das Flachdach den größten Teil der Anwendungsfälle ab: vom Rohbau über die Sanierung bis zur wiederkehrenden Wartung technischer Anlagen auf der Dachfläche.
Anders als viele Geländersysteme aus Alu setzt der Hersteller MJ für die Flachdachsicherung bei Pfosten und Holmen auf robuste Stahlprofile; die Bordbretter bestehen aus Holz. Alles verbindet Ihr über das bewährte Keilschlossprinzip, wie Ihr es aus dem Gerüstbau kennt.
Geprüfte Qualität: Geländersystem für Flachdächer mit DEKRA-Zertifikat
Das MJ Flachdachgeländer System ist nach DIN EN 13374 2019 geprüft und trägt das DEKRA Prüfzeichen „Bauart geprüft".
Zur Einordnung: Für dauerhaft montierte Geländersysteme auf Flachdächern gilt die DIN EN ISO 14122 3. Temporäre Systeme wie das MJ Flachdachgeländer fallen nicht unter diese ISO Norm, sondern unter die DIN EN 13374. Das zugehörige Zertifikat ZP/B196/23R1 PZ der DEKRA Testing and Certification GmbH stellen wir Euch auf Wunsch vollständig für Eure Baustellendokumentation bereit.
Unverbindliches Angebot einholen
Vorteile von selbsttragenden Geländern ohne Dachdurchdringung
Als selbsttragendes Geländer wird das Flachdachgeländer nicht mit dem Bauwerk verschraubt, sondern ausschließlich über Auflast gehalten. Für Euch heißt das: kein Bohren, kein Dübeln, keine Nacharbeit an der Abdichtung. Gegen Kippen und Verschieben sichern Ballastelemente aus Kunststoff an jedem Pfostenhalter; die genaue Ballastierung findet Ihr in den technischen Daten weiter unten. Eure Absturzsicherung am Flachdach kommt damit ohne Dachdurchdringung aus: Die Dachabdichtung bleibt unversehrt, und Ihr vermeidet Gewährleistungsfragen rund um die Dachhaut. Auflastgehaltene Systeme wie dieses Geländersystem eignen sich als FlachdachAbsturzsicherung somit auch für fertig abgedichtete Flachdächer.
Auf glatten Flächen legt Ihr bei Bedarf lastverteilende Unterlagen unter: Sie verbreitern die Auflagefläche der Geländerpfosten und erhöhen den
Reibbeiwert. Nutzen könnt Ihr die Flachdachsicherung für Flachdächer mit und ohne Attika.
TECHNISCHE DATEN DES MJ FLACHDACHGELÄNDERS IM ÜBERBLICK
|
Merkmal |
Wert |
|---|---|
| Produkttyp |
Seitenschutzsystem Klasse A nach DIN EN 13374:2019 |
| Hersteller | MJ Gerüst GmbH |
| Einsatzbereich | Flachdächer bis max. 5° Neigung, mit und ohne Attika |
| Maximaler Pfostenabstand | 3,07 m |
| Obere Holmhöhe | 1,02 m |
| Bordbrett | Holz, 150 mm hoch |
| Ballastierung | 2 × 22 kg je Pfostenhalter (mind. 44 kg) |
| Gewicht Geländerpfosten | 14,5 kg |
| Zertifikat | DEKRA ZP/B196/23R1 PZ |
Geländerholme und Bordbretter sind in Längen von 0,73 m bis 3,07 m verfügbar. Ergänzt wird das Geländersystem durch Horizontalaussteifung, Verschiebesicherung, Bordbretthalter, Aufbauhilfe und Fallstecker.
Montage: schnell und nahezu werkzeugfrei
Das Geländersystem ist nach dem Baukastenprinzip entwickelt und lässt sich nahezu werkzeugfrei montieren. Ihr braucht lediglich einen 500-g-Hammer, um die Keile bis zum Prellschlag festzuschlagen. So läuft die sichere Montage ab:
- Erstes Geländerfeld in einer Dachecke mit sicherem Abstand zur Absturzkante vormontieren
- Geländerholme über das Keilschlossprinzip mit den Pfosten verbinden
- Das montierte Feld bündig an die Dachkante bzw. Attika schieben
- Ballastierung auf mindestens 44 kg je Pfostenhalter erhöhen
- Weitere Felder nach demselben Schema anschließen, bis alle Absturzkanten gesichert sind
Die Vormontage erledigt Ihr grundsätzlich im absturzsicheren Bereich; vor der Montage prüft Ihr alle Teile auf einwandfreie Beschaffenheit.
Mobiles Geländer am Flachdach: Pfosten einzeln hochschwenken
Für Arbeiten direkt an der Dachkante, etwa beim Verlegen von Bitumenbahnen, lässt sich jeweils ein Geländerpfosten nach oben schwenken. So entsteht ein ungestörter Arbeitsraum, während der Seitenschutz insgesamt bestehen bleibt. Zuvor verstärkt Ihr die Verbindung über die Horizontalaussteifung und verteilt den Ballast auf die benachbarten Halter. Schwenkt dabei immer nur einen Pfosten gleichzeitig hoch. Genau diese Flexibilität macht das System zum mobilen Geländer für wechselnde Arbeitsbereiche auf dem Flachdach. Fest installierte Geländersysteme bieten diese Möglichkeit nicht.
Eckausbildung
An den Ecken dreht Ihr die Geländerpfosten, stellt sie in den Eckbereich und ballastiert sie. Alternativ könnt Ihr die Ecke mit Gewindefußplatte, Vertikalstiel von 1,00 m und Geländerholmen bis 3,07 m Länge ausführen.
Verschiebesicherung
Damit das Geländersystem nicht innerhalb der Dachfläche verrutscht, baut Ihr an jedem Pfosten eine Verschiebesicherung an, die sich am Bauwerk bzw. an der Attika abstützt. Während der Arbeiten auf dem Dach könnt Ihr diese Sicherung bis Windstärke 7 vorübergehend entfernen
Bordbretter bei Dächern ohne Attika
Damit das Geländersystem nicht innerhalb der Dachfläche verrutscht, baut Ihr an jedem Pfosten eine Verschiebesicherung an, die sich am Bauwerk bzw. an der Attika abstützt. Während der Arbeiten auf dem Dach könnt Ihr diese Sicherung bis Windstärke 7 vorübergehend entfernen
Absturzsicherung bei Dacharbeiten: Das fordert der Gesetzgeber
Eine Gefährdung durch Absturz liegt nach Arbeitsstättenverordnung und ASR A2.1 bereits ab einer Höhe von mehr als 1,00 m vor. Auf Dächern ist diese Höhe schnell erreicht, entsprechend früh greift die Pflicht zur Absturzsicherung. Für Arbeiten auf Dächern gilt: Maßnahmen zur Absturzsicherung bei Dacharbeiten sind gemäß ASR A2.1 zu treffen, wenn die Absturzhöhe über 3,00 m beträgt und näher als 2,00 m an der Absturzkante gearbeitet wird. Kollektive Sicherung hat dabei laut Gesetzgeber klaren Vorrang vor individuellen Maßnahmen. Eine Flachdach-Absturzsicherung in Form eines normgerechten Geländers am Dachrand ist deshalb in vielen Fällen die erste Wahl.
Maßgeblich für die sichere Umsetzung bleibt in jedem Fall Eure Gefährdungsbeurteilung nach Betriebssicherheitsverordnung. Die Aufbauund Verwendungsanleitung des Herstellers muss auf der Baustelle stets verfügbar sein.
Manche Tätigkeiten lassen sich nicht kollektiv absichern und erfordern eine individuelle Sicherung gegen Absturz: In unserem Onlineshop könnt Ihr für Euer Team die passende PSAgA kaufen.
Jetzt bei GERÜSTPARK Euer Dachgeländer fürs Flachdach anfragen
Ihr wisst noch nicht genau, wie viele Felder, Ballastelemente oder Bordbretter Euer Projekt braucht? Unsere Experten kalkulieren das gern mit Euch und stellen Euch das passende Flachdachgeländer als Komplettpaket für eine rundum sichere Dachbaustelle zusammen. Gerade bei zeitlich begrenzten Projekten kann sich statt des Kaufs auch die Miete lohnen. Auf Wunsch rechnen wir Euch beide Optionen im Vergleich durch. Meldet Euch – wir freuen uns auf Eure Anfrage!
